Berlin, Honza Klein unterwegs
29. November 2015

Feiern bis weit nach Mitternacht Bundespresseball im Adlon

Bundespresseball 2015 im Adlon

Das hat es seit der Wiedereröffnung des Hotels Adlon 1997 nicht gegeben. Beim diesjährigen Bundespresseball wurde das gesamte Haus zum Ballsaal, zur Partyzone.

"Ein wenig ist es eine Rückkehr zur unserer Traditon", freute sich Hotelchef Emile Bootsma. Schon in den 30iger Jahren des vergangen Jahrhunderts gab es den Ball der ausländischen Presse. In den vergangenen Jahren hieß es jedoch eigentlich immer, das dass Haus für den Ball zu klein sei. "Wir haben noch einmal genau geschaut und es geht doch", meinte Gregor Mayntz, Vorsitzender der Bundespressekonferenz. Viel Arbeit war es trotzdem für Ballorganisator Alfred Gertler: "Aber wir mussten nicht so viel wie sonst dekorieren, da das Hotel für sich spricht."

Bundespresseball 2015 im Adlon

2300 Gäste tummelten sich in allen Bereichen der Edelherberge. Wieder etwas mehr als im Vorjahr im Flughafen Tempelhof (2.000), etwas weniger als all die Jahre im Hotel Interconti (2.500). Sie alle erlebten aber nicht nur das Fünf-Sterne-Adlon-Flair. Gerade wurde Hendrik Otto wieder mit zwei Michelin-Sternen geehrt und nun musste er mit seinem Team u.a. für Bundespräsident Joachim Gauck kochen.

Bundespresseball 2015 im Adlon

Auf der Einkaufsliste standen beispielsweise 5.000 Stück Sushi, 4.000 Austern, 200 kg Fleisch (Rind, Lamm, Pork, Strauß), 8 kg schwarzer Trüffel, 1000 Currywürste sowie 1.800 Flaschen Champagner Louis de Sacy und 1.500 Liter Bier.

Bundespresseball 2015 im Adlon

Und auch an die Weinliebhaber war gedacht. Das Weingüter Beck und Köpfer waren vertreten, ebenso wie Helmut Christ aus Franken und die Brüder Dr. Becker. Genug gute Tropfen also für eine lange Ballnacht. Hochprozentiger ging es in der Bibliothek bei Sash&Fritz mit Wodka und Kaviar AKI zu. Dort ließ sich auch der Hotelchef nieder.

Bundespresseball 2015 im Adlon

Zu Preisen von 650 Euro für die Dinnerkarte und 350 Euro für die Flanierkarte war der Ball total ausverkauft. Der Stimmung nach zu urteilen, war diese Premiere im Adlon ein voller Erfolg . Auch wenn es ein wenig zerfasert erschien durch die vielen unterschiedlichen Räume. Vom Foyer bis zum Sra Bua, wo weit nach Mitternacht noch Daniela Schadt, die Begleitung des Bundespräsidenten, der längst gegangen war, feierte und rauchte, war es doch ein ziemlicher Weg durch gesamte Haus und über ein paar Treppen. Doch es steht zu vermuten, dass es im nächsten Jahr wieder das Adlon wird. Irgendwann ist ja das Humboldtforum im wiedererstandenen Schloss fertig. Vielleicht findet sich dort dann wieder mal ein richtig großer Ballsaal.

Bin dann mal wieder unterwegs.