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11. Oktober 2018

Google-Trend Weinsuche im Netz Interesse deutlich gestiegen

Google-Trend Weinsuche im Netz | Interesse deutlich gestiegen, Foto © DWI

Wer sucht wie oft nach Riesling oder Spätburgunder? Die Google-Trends belegen nach Einschätzung des Deutschen Weininstituts ein gestiegenes Interesse für vinophile Themen.

Wein bewegt Kehlen und Gemüter und findet auch im Internet wachsende Resonanz. "Das mediale Interesse an deutschen Weinen hat sich innerhalb einer Dekade deutlich erhöht", sagt der für Kommunikation zuständige Abteilungsleiter des Deutschen Weininstituts, Frank Schulz. Ein Beleg dafür sei die stärkere Präsenz von "vinophilen Themen", was sich etwa in den Google-Trends für die wichtigsten Rebsorten zeige.

Dieses Analyse-Werkzeug belegt etwa für den Suchbegriff Riesling ein inzwischen mindestens doppelt so hohes Interesse wie 2004. Die bisherige Spitze bei Anfragen aus Deutschland wurde im Dezember 2017 erreicht - der letzte Monat des Jahres weist auch in den Jahren zuvor markante Spitzen auf. Für September wurde ein Wert von 65 Prozent davon gemessen, im Januar 2004 waren es erst 23 Prozent des höchsten Trends.

Die meisten Riesling-Anfragen bei Google kommen aus Rheinland-Pfalz, gefolgt vom Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Hamburg. Der weltweite Trend zeigt eine schwächere Steigerung. Das relativ größte Interesse berechnet die Google-Analyse bei Nutzern in Luxemburg und Norwegen, mit deutlichem Abstand folgen Deutschland, Estland und Finnland.

Nicht nur die mediale Reichweite und Wahrnehmung deutscher Weine sei gestiegen, sondern auch "das Ranking wichtiger Begriffe, die für die Branche im globalen Wettbewerb wichtig sind", erklärt Schulz. Eine ähnliche Entwicklung wie beim Riesling zeigt die Google-Suche nach Spätburgunder - auch hier liegt Rheinland-Pfalz an der Spitze, gefolgt von Baden-Württemberg, Saarland, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Eine gezielte Social-Media-Strategie habe dazu geführt, dass deutscher Wein im Außen- wie im Innenverhältnis völlig anders wahrgenommen werde als noch vor zehn Jahren, erklärt Schulz. dpa