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05. November 2010

Hessen beendet Kooperation mit Mainz in Geisenheim

Die Weinbau-Forschungsanstalt in Geisenheim wird vom kommenden Jahr an nur vom Land Hessen finanziert

Das Land Rheinland-Pfalz hatte eine seit 1987 bestehende Ko-Finanzierung im Juni gekündigt. Dies werde zum Jahresende wirksam, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» hatte berichtet, Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) sehe die Gespräche, die nach der Kündigung noch geführt worden waren, für gescheitert an. Das habe sie der Landesregierung in Mainz geschrieben.

Für die Grundfinanzierung der renommierten Forschungsanstalt im Rheingau für Weinbau und Önologie hatte Rheinland-Pfalz bisher 1,2 Millionen Euro von 11,6 Millionen Euro getragen. Zudem zahlte das hessische Nachbarland jährlich 200 000 Euro für Projekte.

Der Ministeriumssprecher berichtete, dass Rheinland-Pfalz höchstens noch zu einer Zahlung von 500 000 Euro bereit gewesen sei und sie noch auf zwei Jahre begrenzen wollte. Dies sei aber für die Ministerin «keine stabile Grundlage» für die Zukunft der Forschungsanstalt. So könne man nicht dauerhaft feste Stellen finanzieren. dpa

Die Forschungsanstalt pflegt weltweit Kontakte und Kooperationen, so zum Beispiel mit Einrichtungen in Bordeaux in Frankreich und im italienischen Udine.