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13. September 2012

Hotel Mercure und Palast Barberini in Potsdam

Die weitere Planung von Hotel Mercure und Palast Barberini in Potsdam ist entschieden

Die nächste Zukunft des Hotels Mercure am Lustgarten in Potsdam erscheint als gesichert. Nach einem Bericht der «Märkischen Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag) sollen die Hotelgruppe Accor und der Investor Blackstone kurz vor der Unterzeichnung von Verträgen stehen, die einen Fortbestand des Hotels Das sagte den Angaben zufolge Michael Verhoff, Arbeitsdirektor von Accor, am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung im Hotel.

Die Accor-Gruppe hatte den Pachtvertrag mit Blackstone zum Jahresende gekündigt, weil sie zu den geltenden Konditionen nicht weiter in dem 16-geschossigen Plattenbau bleiben wollte. Blackstone will nun das Haus selbst betreiben, unter dem Logo des Mercure, allerdings mit einer eigenen Betriebsgesellschaft.

Die Zukunft des Hauses war zuletzt auch deshalb ungewiss gewesen, weil ein Abriss drohte. Der Investor Hasso Plattner hatte den Wunsch, an dieser Stelle in Potsdams Mitte eine Kunsthalle zu errichten. Nach umfänglichen Protesten, Gegendemonstrationen und Diskussionen verzichtete der Milliardär allerdings auf den usprünglichen Plan.

Dem Bericht zufolge sagte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) den Mercure-Beschäftigten, dass die Stadt nach dem Rückzug des Milliardärs Hasso Plattner derzeit keine Chance sehe, Blackstone das Haus abzukaufen und dann abzureißen. Dazu wären 16 bis 18 Millionen Euro nötig, die der Haushalt nicht hergebe, zumal es dringendere Aufgaben zu bewältigen gelte wie Straßensanierung und Schul- und Kitaausbau.

Neben Hasso Plattner ist kürzlich auch eine andere prominente Potsdamer Investorin mit ihrem Projekt gescheitert. Gertrud Schmack, Besitzerin des Hotels Bayrisches Haus im Wildpark, wollte ein Luxus-Hotel im Barberini Palast errichten. Da sie allerdings bis zum Verfahrensschluss keine Betreibergesellschaft benennen konnte, fiel das Barberini an den zweitplazierten der Ausschreibung. Abris Lelbach, Chef des Elektroanlagenbauers Elpro, will demnächst seine Pläne aus Geschäften und Wohnungen für das Palais bekanntgeben. dpa/GW