Honza Klein unterwegs
02. Oktober 2012

Im Paradies der Zigarrenfreunde

fotos-Christian Lietzmann

Erste Studio Tobac Lounge Deutschlands im Hotel Steigenberger

Dieser Tage hörte ich Sportsenator Frank Henkel bei einer Veranstaltung in der Spielbank Berlin über das Thema Olympia referieren. "Wenn es eine Stadt in Deutschland gibt, die für Olympische Spiele geeignet ist, ist das Berlin", meinte er. So richtig überzeugend klang das von ihm indes nicht. Nicht wenige, die in London dabei waren, meinten, dass es doch schwer vorstellbar sei, das auch an der Spree so hin zu bekommen. Einen Vorteil hat Berlin indes gegenüber London. Jedenfalls für Freunde des braunen Goldes. Denn nirgendwo an der Themse kann man noch genussvoll in öffentlichen Räumen eine Zigarre genießen.

Anders im Hotel Steigenberger, wo Heiko Nest die erste Studio Tobac Lounge Deutschlands eröffnete. Dort kann man umgeben von wohlig blauem Dunst den Tag ausklingen lassen. Gilt doch Zigarre rauchen selbst manchem Mediziner als durchaus positiv, weil es beruhigt und der Seele schmeichelt. Das neue Etablissement ist die erste Lounge von einem der größten amerikanischen Zigarrenproduzenten in Deutschland und die zweite Lounge dieser Art in Europa.

Allerdings ist im schon vorher existierenden Geschäft von Nest kaum etwas verändert worden. Eher kosmetisches wurde an den Tag gelegt. Seis drum. Ein Platz für Genießer ist es allemal. Hinter Studio Tobac steht die Familie Oliva mit ihren Marken Cain, NUB und Oliva. Die Zigarrentradition der Familie Oliva reicht bis in das Jahr 1886 zurück und begann in der Provinz Pinar del Rio auf Kuba. Melanio Oliva begründete dort die Tabaktradition der Familie.

Mittlerweile werden in der ganzen Welt beliebte Marken gepflegt und vorangebracht. Cain, NUB und Oliva gehören in den Vereinigten Staaten inzwischen zu den Marktführern mit exzellenten, speziell gelagerten und gereiften Tabaken aus Nicaragua. So war es nicht verwunderlich dass sich im Dunst der Eröffnung auch Nicaraguas Botschafterin Karla Luzette Beteta, der Dominikanische Gesandte John Castro de la Cruz und auch Australiens Botschafter Peter Tesch einfanden.

Letzterer ist ein so großer Zigarrenfreund dass er davon träumt eines Tages Botschafter in Kuba, Nicaragua und der Dominikanischen Republik zu werden: "Das wäre dann fast wie im Paradies." Nun ja - jetzt hat Tesch erst einmal seinen Job in Berlin verlängert bekommen. Aber ein wenig paradiesisch ist es hier ja sowieso, auch ohne Olympia.

Auf geht's und ich bin dann mal wieder unterwegs

Euer Honza

PS: Geöffnet ist die Studio Tobac Lounge täglich außer Sonntags bis 24 Uhr.