Mail aus München, Food
25. September 2015

Neu entdeckt Pergamena di Pane

Pergamena di Pane

Mail aus München: Neulich reichte man mir in einer Enoteca am Gardasee zum Aperitivo einige hauchdünne knusprige Brotscheiben, belegt mit hauchdünnem San Daniele Schinken und beträufelt mit feinstem Olivenöl.

Neugierig verkostete ich und bald war nichts mehr auf dem Teller. "Was ist das?" fragte ich den Besitzer. "Pergamena", ein typisches, traditionelles Brot aus Sardinien, erklärte er mir, "nicht zu verwechseln mit dem bekannten pane carasau  auch carta da musica genannt, das rund und noch dünner ist. Das schmeckt aber eigentlich nur richtig gut, wenn man es kurz im Ofen erwärmt und mit Olivenöl beträufelt.

Pergamena di Pane Pergamena di pane schmeckt jedoch auch direkt aus der Packung lecker und knusprig. Seit 1995 stellt Signor Cherchi, ein Bäcker aus Alghero in Sardinien, aus bestem Hartweizenmehl, Wasser, Salz und  Bierhefe dieses verführerische Knabbergebäck her. Pane Carasau wurde in seiner Bäckerei schon immer gebacken, aber dann kam er auf die Idee, diesen Klassiker weiterzuentwickeln.

Nach zahlreichen Versuchen entstand Pergamena, ein Produkt, das sehr komplex und zeitaufwändig in der Herstellung ist. Aber die Mühe hat sich gelohnt! Wer es einmal probiert hat möchte es immer im Hause haben, denn es ist nicht nur perfekt für eine Weinprobe, da es nicht gewürzt ist, es ist auch eine köstliche Begleitung zu Salami, Schinken, mariniertem Gemüse und Fisch oder zu Oliven.

Wieder zurück in München überraschte ich nicht nur meine deutschen, sondern auch meine italienischen Freunde mit dem Knusperbrot, denn es kannte keiner.

Pergamena di Pane Neben der schon erwähnten Kombination mit San Daniele Schinken schmeckt Pergamena di pane noch ein wenig raffinierter, wenn man es eine Minute im Ofen erhitzt, mit aromatischem Olivenöl beträufelt und mit dem "süßem Salz von Cervia" bestreut.

Eine besonders schmackhafte Variante: Pergamena beträufelt mit einer Mischung aus eingelegten halbgetrockneten Tomaten, sehr guten Kapern, einigen frischen Basilikumblättern - fein hackt - und so viel hochwertiges Olivenöl unterrühren bis die Mischung flüssig ist. Dann die Pergamenascheiben damit beträufeln.

Der Knusperspaß aus Sardinien schmeckt auch zu einer Thunfisch- oder Avocadocreme, zu Salaten und, und, und - natürlich aber auch einfach so zu einem Glas Wein. Es gibt Pergamena in 100 g und 250 g Packungen und, wäre es nicht so gut, es wäre ein halbes Jahr haltbar. Einzige Bezugsquelle in Deutschland: genuss-lifestyle.com 

Eure

Monika Kellermann