LIFESTYLE
15. Juli 2018

Sterneköchin Léa Linster Eine Kalorie, die kein Glück produziert, ist sinnlos

Karotten lieben Butter: TV-Köchin Léa Linster (63) kann Menschen nicht verstehen, die sich beim Essen etwas vorschreiben oder verbieten lassen.

Sie habe sich nie etwas untersagen lassen, verriet die Köchin und Buchautorin am Sonntag dem privaten Rundfunksender Hit Radio FFH in Bad Vilbel in Hessen.

«Wenn Hunger und Appetit zusammenkommen und etwas Gutes ist in Aussicht - das ist perfekt! Was glücklich macht, hat mit Sicherheit nichts Falsches. Nur eine Kalorie, die kein Glück produziert, ist sinnlos», erklärte die Luxemburgerin, die gemeinsam mit dem Arzt Gunter Frank das Buch «Karotten lieben Butter» geschrieben hat. Niemand solle sich die Freude am Essen nehmen lassen.

Linster und ihr Co-Autor sind sich einig, dass nicht das Essen die Leute krank macht, sondern das schlechte Gewissen: «Die Leute machen sich wahnsinnig viele Gedanken über das Essen und dadurch wird nur noch Angst vermittelt. Das Ergebnis ist Stress am Tisch.» Wer mit gesundem Menschenverstand koche, dem gehe es auch gut. dpa

Karotten lieben Butter

Die meisten von uns können kaum noch genießen. Selbst Gäste in Léa Linsters Sterne-Restaurant bringen inzwischen eine Portion schlechtes Gewissen mit zum festlichen Dinner. Muss das wirklich ein Widerspruch sein – Gesundheit und Genuss? In diesem außergewöhnlichen Text-Bildband trifft Kochkunst auf Ärztewissen und Ernährungsforschung.

Die Spitzenköchin Léa Linster, der Arzt Gunter Frank und der Evolutionsbiologe Michael Wink haben einen mehrtägigen Selbstversuch unternommen. Sie haben eingekauft, gekocht, gegessen, diskutiert: Welche Art von Essen bereitet Genuss und ist trotzdem gesund? Oder gerade deswegen? Zwischen Wochenmarkt, Herd und gedeckter Tafel erfährt der Leser, warum uralte Kochtraditionen viel mit modernem Forschungswissen zu tun haben und echter Genuss immer auch gesund ist.

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 25 Euro, Knaus