Wein
05. Oktober 2016

Weingut Markus Molitor Übernahme der Staatsdomäne

Foto: Rechenberg

Winzer Markus Molitor erwirbt Ehemalige Staatsdomäne in Serrig an der Saar.

Im Jahr 1904 wurde die Staatsdomäne in Serrig vom König von Preussen an einem Südhang im Serriger Bachtal, einem Seitental der Saar, errichtet. Das Weingut entwickelte sich zu einem Musterbetrieb mit vorbildlicher Weinbergsbewirtschaftung und fortschrittlicher Vinifizierung. Vor dem ersten Weltkrieg war die Domäne Serrig mit rund 30 Hektar Weinbergen eines der größten Weingüter Deutschlands. Die Weine der Weinbaudomäne Serrig zählten zu den renommiertesten der Region. Erst im Jahr 1990 wurde die Domäne privatisiert.

Markus Molitor erwirbt Ehemalige Staatsdomäne in Serrig (C) Jon Wyand.

Nun erwarb einer der leidenschaftlichsten und charismatischsten Winzer der Mosel die ehemalige Staatsdomäne. Markus Molitor startete seine Winzerlaufbahn im Alter von 20 Jahren und ist seither ein nimmermüder Promotor der Steillagenrieslinge von der Mosel und Saar, wo er mittlerweile 15 verschiedene Toplagen auf über 80 ha bewirtschaftet und sie in unzähligen Selektionen vinifiziert. Seine Weine von den Schieferlagen der Mosel werden weltweit in den feinsten Restaurants serviert, von Experten mit Höchstnoten bewertet und sind von Sammlern gesuchte Raritäten.

"Ich kann mich eigentlich über Langeweile nicht beklagen", so Markus Molitor, der jede Entscheidung in seinem Keller in Bernkastel-Wehlen höchstpersönlich trifft und jeden Handgriff an seinen wertvollen Weinen stets selbst vornimmt. "Aber die Möglichkeit, eine geschlossene Weinbergsfläche von 22 Hektar zu erwerben, konnte ich mir nicht entgehen lassen."

Molitors Weinberge an der Mosel sind auf insgesamt mehr als 170 Parzellen aufgeteilt, was einen immensen logistischen Aufwand darstellt. Außerdem sind viele Parzellen so klein strukturiert, dass die Bewirtschaftung stark von den Nachbarparzellen beeinflusst ist. "Wer unter solchen Bedingungen arbeitet, empfindet einen geschlossenen Weinberg wie ein Geschenk des Himmels", so Markus Molitor.