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07. Februar 2013

Weingut Schloss Reinhartshausen verkauft

Die Pfälzer Winzerfamilie Lergenmüller übernimmt das Rheingauer 80-Hektar-Weingut mehrheitlich - Prinz von Preussen bleibt Gesellschafter

Das Rätselraten um die Zukunft des Rheingauer Traditionsweingutes Schloss Reinhartshausen ist zu Ende: Die in Hainfeld in der Südpfalz ansässige Winzerfamilie Lergenmüller übernimmt den VDP-Betrieb in Erbach mit allen Immobilien und Liegenschaften, inklusive der Rheininsel Mariannenaue, spätestens zum 1. März 2013 mehrheitlich und löst damit die "Freunde von Reinhartshausen GbR" ab.

Prinz Nikolaus von Preußen wird dem 1855 von seiner Vorfahrin Prinzessin Marianne von Preussen gegründeten Weingut als Gesellschafter erhalten bleiben und insbesondere auf den Exportmärkten wieder verstärkt Repräsentations- und Vertriebsaufgaben übernehmen. Stefan Lergenmüller: "Es ist eine große Ehre für uns, dass Prinz Nikolaus damit die lange Weintradition der ehemals kaiserlichen Familie fortsetzt und uns auch in Zukunft an entscheidender Stelle unterstützt."

Bei der jetzigen Neuerwerbung im Rheingau steht die international gefragte Rebsorte Riesling klar im Fokus. Der 80 Hektar umfassende Betrieb gilt als eine der renommiertesten Weinmanufakturen weltweit und verfügt mit Mariannenaue, Hohenrain, Marcobrunn, Schlossberg und Siegelsberg in Erbach sowie Hattenheimer Nussbrunnen und Wisselbrunnen über gleich mehrere erstklassige, international bekannte Lagen. Die Geschichte des Adelssitzes Schloss Reinhartshausen reicht bis ins zwölfte Jahrhundert zurück.

Mit entsprechendem Respekt gehen die neuen Eigner deshalb die großen Aufgaben im Rheingau an. "Wir sind stolz darauf, die Perle Reinhartshausen künftig mit viel Arbeit und Visionen konsequent im Markt begleiten zu dürfen", sagt Stefan Lergenmüller, "das ist eine neue Chance für das Weingut und alle Mitarbeiter".

Für diese soll sich übrigens auf Sicht nicht viel ändern - alle Beschäftigten werden übernommen. Schloss Reinhartshausen, so die Brüder Jürgen und Stefan Lergenmüller, werde als eigenständige und wirtschaftlich unabhängige Einrichtung geführt. Eine Fusion von Schloss Reinhartshausen mit dem Pfälzer Familienweingut werde nicht erfolgen.