Wein
30. Oktober 2018

Würtzwein & the W-files Orion vom Dirk Würtz

Foto Adrian Vesenbeckh

Foto Adrian Vesenbeckh

Winemaker und Blogger Dirk Würtz hat mit Gerd Seith, Christian Lonquich und Rob Andersen - die sogenannten W-files - einen neuen Wein vinifiziert - Von Serhat Aktas.

Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass der Dirk das VDP-Weingut Balthasar Ress in Hattenheim nicht mehr leitet, sondern zur Tocos Beteiligung GmbH wechselte und auch Gesellschafter des Weingutes St. Antony in Nierstein wurde. Doch sein Herz schlägt ganz offensichtlich weiterhin für den Rheingau.

Würtzwein & the W-files | Orion vom Dirk Würtz

Mit den oben erwähnten Freunden, unabhängig vom Weingut St. Antony, hat er einen Wein aus dem Rheingau aus eigenen Weinbergen in die Flasche gefüllt, namens Orion. Die Trauben stammen aus den beiden Orten Hallgarten und Rüdesheim. Ein Cuvèe aus Riesling, Müller-Thurgau und Spätburgunder, das 10 Monate in Edelstahltanks und Holzfässern gereift ist. Spätburgunder, natürlich weiß gekeltert.

Dirk hat auf die A.P. Nummer verzichtet und den Wein gar nicht angestellt. Der Wein würde eh bei den "noch" konservativen A.P. Stellen durchfallen, weil es sich hier um einen Natural-Wine handelt. Die Freaks unter uns wissen, was das zu bedeuten hat. Der Wein ist als Rheingauer-Landwein deklariert.

Verkostungsnotiz des 2017er Orion:

In der Nase merkt man gleich wie wild der Wein ist. Ein Kampf zwischen Frucht, Hefe und Würze. Reife Aprikosen, gelbe Pitahaya und Mispel. Brioche, Walnussbrot sowie leichte Pfeffer- und Joghurtaromen. Trocken, vollmundig aber nicht fett, kraftvoll aber gut ausbalanciert, dicht, cremig, ölig und eine schöne Säurestruktur.

Der Kaufpreis liegt bei 15 Euro und die Bezugsquelle ist Dirk Würtz: kontakt(at)dirk-wuertz.de

Autor Serhat Aktas ist IHK- & WSET-Sommelier