03. November 2012

Beste Burgunder des Jahres

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Das Deutsche Weininstitut (DWI) hat 2012 zum zweiten Mal die besten Weiß-, Grau- und Spätburgunder ausgezeichnet

Den Preis für den besten Weißburgunder des diesjährigen Wettbewerbs erhielt das Pfälzer Weingut Bärenhof aus Bad Dürkheim für den 2011er Weißburgunder trocken aus der Lage Ungsteiner Osterberg. Das Weingut Karl Pfaffmann aus dem pfälzischen Walsheim wurde für seine 2011er Grauburgunder Spätlese trocken aus der Lage Walsheimer Silberberg ausgezeichnet. Mit ihrer 2009er Spätburgunder Spätlese trocken vom Malscher Rotsteig, präsentierte das badische Weingut Bös aus Malsch im Kraichgau den besten Spätburgunder des Jahres.

Eine Jury aus Weinexperten und Medienvertetern hat die Siegerweine aus den Burgunderweinen mit den besten Bewertungen des DLG-Wettbewerbs gekürt. Insgesamt hatten in diesem Jahr 279 Weißburgunder, 337 Grau­burgunder und 639 Spätburgunder an der Bundeswein­prämierung teilgenommen.

Die Urkunden wurden am 31. Oktober durch die Deutsche Weinkönigin Julia Bertram und DWI-Geschäftsführerin Monika Reule in Mainz überreicht. Reule betonte im Rahmen der Preisverleihung, dass sie auch gute Exportchancen für diese drei Burgundersorten auf vielen Auslandsmärkten sehe: "Erste Erfolge stellen sich bereits in Norwegen ein, wo sich unter anderem der Grau- und Spätburgunder einer wachsenden Nachfrage erfreut. Aber auch Top-Restaurants in den USA haben die Vorzüge dieses Burgunder-Trios erkannt, was sich in zunehmenden Listungen von deutschen Weiß- Grau- und Spätburgundern niederschlägt", erläuterte die DWI-Chefin.

Unterstützt wird diese positive Entwicklung durch das gute Abschneiden dieser Sorten auf internationalen Wettbewerben. So haben aktuell deutsche Erzeuger auf einem der weltweit wichtigsten Weinwettbewerbe, der Austrian Wine Competition, zwei Trophies für die besten Weiß- und Grauburgunder erhalten. Darüber hinaus gingen zwei Goldmedaillen der diesjährigen Decanter World Wine Awards aus Großbritannien an deutsche Spätburgunder.

Das Deutsche Weininstitut nimmt seit einigen Jahren die Burgunder stärker in seine Kommunikations- und Marketingmaßnahmen auf und veranstaltet so genannte Pinot Trio-Präsentationen beispielsweise in Skandinavien oder den USA.

Deutschland zählt im Übrigen zu den wichtigsten Erzeugerländern dieser Rebsorten weltweit. Mit rund 20.000 Hektar machen sie zusammengenommen ein Fünftel der hiesigen Rebfläche aus. "Dank der unterschiedlichen Terroirs in den 13 deutschen Anbau­gebieten erreichen diese Sorten hierzulande eine einzigartige Vielfalt, was uns ein Alleinstellungsmerkmal auf den internationalen Märkten verleiht", betonte die DWI-Chefin. Zudem hätten die deutschen Erzeuger hierzulande hervorragende klimatische Bedingungen, die die Produktion von Burgundern in allen Stilrichtungen, vom fruchtbetonten Basiswein bis hin zu komplexen im Barrique ausgebauten Burgundern, zulasse.