Mail aus München
31. Juli 2018

Gut Kaltenbrunn in Gmund am Tegernsee Leben wie Gott in Bayern

Gut Kaltenbrunn in Gmund am Tegernsee | Leben wie Gott in Bayern

Mail aus München: Blühende, saftige Wiesen, den See direkt vor der Nase, die Berge dezent im Hintergrund, auf dem Tisch köstliche Schmankerl, ein frisch gezapftes Bier oder ein gutes Glas Wein – das ist Leben wie Gott in Bayern.

Die Lage des historischen Vierseithofs in Gmund am Tegernsee zählt sicherlich zu den schönsten Plätzen Bayerns. Die Geschichte des Guts Kaltenbrunn geht zurück bis ins Jahr 1411. Zu dieser Zeit war das Gut ein weit über das Tegernseer Tal hinaus geschätzter Musterhof mit Viehzucht und Gemüse- und Obstanbau.

Viele Jahrzehnte war das Anwesen dem Verfall preisgegeben bis es 1975 die Unternehmerfamilie Schörgruber, samt 65 Hektar Grund entlang des Tegernsees, erwarb. Nach vielen Jahren des Umbaus und der Renovierung begann die Münchner Käfer Gruppe Schritt für Schritt den Gutshof wieder mit traditionell-gastronomischem Leben zu erwecken. Von Anfang an hatten Michael und Clarissa Käfer das Ziel auf diesem wunderschönen Fleckerl Erde am Tegernsee eine typische bayerische Wirtshauskultur zu verwirklichen.

Mit dem aus Gmund stammenden Maximilian Hartberger, der seit Mai 2017 die Geschicke von Gut Kaltenbrunn als Geschäftsführer und Gastgeber führt, hat Michael Käfer den richtigen Mann am richtigen Platz gefunden. Der gelernte Koch und Hotelbetriebswirt, der über zwanzig Jahre bei der BMW AG die Bereiche Gastronomie und Eventcatering leitete, hat mit viel Leidenschaft dazu beigetragen das Konzept eines ganzheitlichen Kulturguts voranzutreiben. Er holte regionale Erzeuger und entwickelte ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm.

Neu in diesem Jahr ist ein Panorama-Biergarten, der sich, nach einigen Unstimmigkeiten, nun auf der gleichen Ebene wie die ansprechend gestalteten Stuben im Haupthaus befindet. Die typisch bayerischen Schmankerl wie Wurstsalat, Brezn, Obatzda, Steckerlfisch usw. kann man sich an einem Stand selber holen und natürlich auch das dazu gehörende kühle Bier.

Wer den Sonnenuntergang mit einem erfrischenden Cocktail genießen möchte besucht die witzig gestaltete Bar K 1411, nach dem Gründungjahr des Guts benannt, die immer abends, von Donnerstag bis Sonntag, geöffnet ist.

Klassische Konzerte, Trachtenbälle, Blasmusiktage und vieles mehr finden im Festsaal oder auch im riesigen Innenhof des Vierseit-Guts statt. Der über achthundert Quadratmeter große, ehemalige Rinderstall mit seinem eindrucksvollen Kreuzgewölbe, ist ein wunderbarer Ort um große Feste zu feiern. Geboten ist das ganze Jahr hindurch viel für Einheimische und die zahlreichen Münchner die mit großer Begeisterung, vor allem an den Wochenenden, zum beliebten, nahegelegenen Tegernsee fahren.

Das Besondere am neu gestalteten Gut Kaltenbrunn ist jedoch die Nutzung des weitläufigen Grundstücks für Fischzucht, die Aufzucht der Murnauer-Werdenfelser Rinder und für die Wiederbelebung der Bienenvölker. Rund zweitausend Regenbogenforellen tummeln sich in den Fischweihern nahe dem Gutshof, die unter der Obhut des Fischzüchters Michael Ketelhut stehen.

Um die Erhaltung der traditionellen und robusten Rinderrasse aus Oberbayern kümmert sich der Gmundner Jürgen Lochbihler, einer der wenigen Züchter, der sich mit großer Leidenschaft der Erhaltung alter Rinderrassen widmet. Artgerechte Haltung, die Aufzucht auf den heimatlichen Weiden, abwechslungsreiche Ernährung und der völlige Verzicht auf gentechnisch veränderte Zusätze sorgen für ein schmackhaftes Fleisch.

Auf den Wiesen von Gut Kaltenbrunn weiden derzeit 15 Jungtiere dieser Rasse. Sehr zur Freuden des Küchenchefs von Kaltenbrunn Volker Eisenmann, der auf die Tradition echter Wirtshauskultur setzt und dem weniger die Edelteile der Tiere, sondern viel mehr Schulter, Oberschale oder Nacken am Herzen liegen. Für ihn ist es wichtig, das ganze Rind zu verarbeiten, das verlangt für ihn auch der Respekt vor dem Tier und seinem Fleisch.

Wie der Geschäftsführer ist auch der Küchenchef ein Käfer-Urgewächs. Er kam 2003 als Souschef zum Käfer-Party-Service und wechselte 2004 zu Fritz Schilling in das Restaurant Käfer-Schänke. Nach dessen Weggang wurde er Küchenchef und er schrieb auch das Kochbuch "Käfer-Einfach gut essen", das im Verlag Collection Rolf Heyne erschien. 2016 wechselte er als Director Culinary Excellece zur Lufthansagruppe, kehrte aber 2018, als Küchenchef von Gut Kaltenbrunn, zu Käfer zurück.

Für Volker Eisenmann ist das eine umfangreiche und abwechslungsreiche Tätigkeit, denn neben dem gut besuchten Restaurant und dem Biergarten werden auch die zahlreichen Events in den Festsälen und im Innenhof kulinarisch von ihm betreut.

Schwerpunkt der Speisekarte in den Gaststuben sind bayerische Klassiker, jedoch modern und leichtbekömmlich zubereitet. Das Ambiente im Innern ist dank der großen Fenster sehr hell und das Mobiliar ist aus natürlichen Materialen gestaltet. Auf unaufdringliche Weise ist es hier sehr gemütlich. Auf der Terrasse, im Biergarten und in der Bar K 1411 sorgt die traumhafte Landschaft des Tegernseer Tals dafür, dass man gerne hier sitzt, genießt und sich an der himmlischen Aussicht erfreut.

Aber nicht nur die zahlreichen Gäste fühlen sich hier wohl, seit dem Frühjahr hat sich auch wieder ein Bienenvolk einen Stock zugelegt, und, da es ihnen gefällt, werden sicherlich weitere hinzu kommen.

Käfer Gut Kaltenbrunn - Kaltenbrunn 1- 83703 Gmund
www.feinkost-kaefer.de/gutkaltenbrunn-wirtshaus

Eure Monika Kellermann